Geschichte

Das Wappen der Ortsgemeinde Aremberg

Unter goldenem Schildhaupt, darin drei rote Kugeln, in Rot drei goldene Mispel Blüten.

Für die Gemeinde Aremberg waren die Voraussetzungen für die Wappendarstellung durch das Wappen der Herzöge von Arenberg, die ehemaligen Landesherren, gegeben. Gleichzeitig wurden die Farben der Arenberger, gold und rot verwendet. Neben der weltlichen Tradition der Gemeinde in vergangener Zeit sollte auch die kirchliche in dem Wappen zum Ausdruck kommen. Die drei Kugeln stehen für den hl. Nikolaus, den Pfarrpatron der Aremberger Pfarrkirche.

Ort Aremberg befindet sich auf einem 623 m hohen Vulkankegel leicht nach Südwesten abfallenden Rücken. Am West Hang des Arembergs liegt das gleichnamige Dorf. Erstmals urkundlich erwähnt wurde Aremberg 1087. Bis zum Ende des 18 Jahrhundert gehörte der Ort Aremberg zum Herzogtum Arenberg.

Im Jahr 1794 hatten französische Revolutionstruppen das Linke Rheinufer besetzt. Unter der französischen Verwaltung gehörte Aremberg zur Mairie (Bürgermeisterei) Arenberg zu Kanton (Kreis) Adenau im Rhein-Mosel-Departement. Nach dem Wiener Kongress im Jahre 1815 wurde das linke Rheinufer dem Königreich Preuße zugeordnet

Nach den auf dem Wiener Kongress geschlossenen Verträgen kam das Rheinland, damit auch das vorherige Herzogtum Arenberg und die umliegenden Dörfer, 1815 zum Königreich Preußen. Unter der preußischen Verwaltung wurden 1816 Regierungsbezirke, Kreise und Bürgermeistereien gebildet. Die Bürgermeisterei Aremberg gehörte zum Kreis Adenau im Regierungsbezirk Koblenz und von 1822 an zur damals neu gebildeten Rheinprovinz.

Die Bürgermeistereien in der Rheinprovinz trugen in der Regel den Namen des Ortes, der Bürgermeister hatte seine Wohnung am Amtssitz zu nehmen. Am 7. Oktober 1820 wurde von der Bezirksregierung zu Koblenz die Genehmigung erteilt, dass der Bürgermeister von Aremberg seinen Wohnsitz in Antweiler haben könne, dass aber die Bezeichnung „Bürgermeisterei Aremberg“ zu führen sei. Auch über 100 Jahre später war, nach einem Adressbuch aus dem Jahr 1926, die offizielle Bezeichnung noch „Bürgermeisterei Aremberg“ und der Amtssitz in Antweiler. Auch der Gebietsstand und die Gemeindezuordnung blieben bis dahin unverändert. Ende 1927 wurden alle Landbürgermeistereien in der Rheinprovinz in Ämter umbenannt. Etwa in dieser Zeit erfolgte auch die Umbenennung nach dem Sitz Ort in „Amt Antweiler“. Aufgrund der „Verordnung über die Neugliederung der Landkreise“ vom 1. August 1932 wurde der Kreis Adenau zum 30. September 1932 aufgelöst. Das Amt Antweiler wurde dem Kreis Ahrweiler zugeordnet. Aus dem Amt Antweiler entstand 1968 die Verbandsgemeinde Antweiler, die 1970 in der Verbandsgemeinde Adenau aufging.

Das Dorf Aremberg entstand im Schutze der Burg und wurde Aremberg Dhall oder Thal genannt. Es erhielt die rechtliche Stellung einer sogenannten „Freiheit“. Das war eine Mittelstellung zwischen Dorf und Stadt. Es gab Befestigungsanlagen, deren Mauerreste noch zu sehen sind.

Der Aussichtsturm auf dem ehemaligen Schloss- bzw. Burggelände wurde 1854 an der Stelle errichtet, an der einst ein Burgfried stand. Von der Dachluke aus hatte man einen weiten Blick in das Eifelland und bei klarem Wetter konnte man die Umrisse des Kölner Domes erkennen. – Bis zum zweiten Weltkrieg war eine Sammlung in diesem Aussichtsturm untergebracht.

Das Burgmannhaus, oberhalb des Dorfes am Wege zum Burggelände gelegen, wurde 1571 den von Meil verliehen und kam später in den Besitz der Arburg. Es wurde lange Zeit als Forsthaus genutzt und ist heute im Privatbesitz.

Eine Kapelle ist 1306 in Aremberg erwähnt. Sie wurde im 15. Jahrhundert erneuert. Die heutige Pfarrkirche wurde 1783 erbaut. Ihre Ausstattung stammt teilweise aus dem aufgelösten Kloster Marienthal.

Unter Pfarrer Laurenius Sprünker erbauten die Aremberger 1669 eine Schutzengelkapelle. Die Schutzengelbruderschaft wurde von Papst Clemens XI. mit zahlreichen Ablässen ausgestattet. Außer dieser Bruderschaft gab es in Aremberg eine Nikolausbruderschaft, die wahrscheinlich um 1640 gegründet wurde.

Bis zum Jahre 1802 gehörte die Pfarrei Aremberg zum Kölner Eifeldekanat. Von 1802 bis 1824 war die Pfarrei dem Bistum Aachen zugeordnet, danach kam sie zum Bistum Trier.

Die Aremberger gründeten bereits 1885 eine Drainagegenossenschaft, um sumpfiges Gelände unterhalb des Dorfes trocken zu legen. Den Bau einer Wasserleitung beschloss man im Jahre 1901, damit sollte chronischen Wassermangel abgeholfen werden.

Nachdem die alte Schule, am Pfarrhaus gelegen, nicht mehr ausreichte, erbaute man im Auftrag des Schulverbandes, zu dem die Gemeinden Aremberg und Eichenbach gehörten, von 1908 bis 1910 eine neue Schule. Inzwischen wurde sie durch einen Neubau ersetzt. Dieser wurde von April 1965 bis 1. August 1972 genutzt. Nachdem die Kinder in Antweiler bzw. Adenau die Grund- bzw. Hauptschule besuchten, erfolgte ein Umbau. Das damalige Schulgebäude dient heute als Gemeindehaus.

Seit 1932 besteht ein Schullandheim des Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasisus Bonn in Aremberg.